Eine Fahrt in den Sommer sollte es werden mit vielen unterschiedlichen Eindrücken, auch die Kulinarik kam nicht zu kurz. Durch die herrliche Landschaft des Donautals ging es zunächst zum Gasthaus „Hiaslwirt“, um dann gestärkt den ersten Höhepunkt anzusteuern, das Rosarium der Familie Gruber. Dort dreht sich dort alles um die Königin der Blumen, die Rose, die hier in unbeschreiblicher Vielfalt zur Entfaltung kommt. Ein Paradies für Rosenlieb-haber: 250 Rosensorten mit über 1000 Rosen in unterschiedlichen Farben und Formen, als Bodendecker oder Kaskaden, Rabatten, Kletterrosen oder Rosenbäumchen erwarteten dort die Besucher. Frau Gruber, Inhaberin des Rosariums, gab Einblick in die Entstehungsgeschichte des Unternehmens und dessen ständiger Weiterentwicklung. Mit Stolz wies sie auf Raritäten hin, die man nicht in einem Gartencenter finden kann, beispielsweise englische und historische Sorten. Auf die Fragen der Besucherinnen bezüglich der Anlage eines Beetes oder der Pflege allgemein ging sie bereitwillig ein und machte deutlich, dass Rosen, obgleich sie lange blühen, relativ unkompliziert sind. Dann ging die Fahrt weiter zur Besichtigung der Stadtpfarrkirche, auch Eferdinger Dom genannt und dem heiligen Hippolyt geweiht. Die Vorsitzende informierte die Mitreisenden bereits im Bus über die Sehenswürdigkeiten des Gotteshauses. Die dreischiffige spätgotische Hallenkirche wurde von 1450 – 1505 vom Passauer Dombaumeister Jörg Windisch gebaut. In der Innenausstattung setzten sich später barocke und neugotische Elemente durch. Eine erwähnens-werte Besonderheit bildet die Zwillingswendeltreppe zur Orgelempore.
Dann sollten nochmals die Blumen im Blickpunkt stehen. Den letzten Teil des Tagesausflugs bildete der Besuch des Gartens der Geheimnisse in Stroheim, nahe Eferding. Das schön angelegte Terrain erstreckt sich weitläufig ins Eferdinger Becken und beeindruckt den Betrachter mit seiner florealen Vielfalt. Das Geheimnis liegt im Wechsel der Blumenarten, die sich jahreszeitenbedingt verändern und in den Farben des Regenbogens erfreuen – eine Augenweide für jeden Besucher. Für die Frauenbundmitglieder boten sich orangefarbene Taglilien, Rosen, blauer Lavendel und Glockenblumen in überbordender Fülle. Bei Kaffee, Kuchen und kühlenden Getränken, auch guten Gesprächen konnte man nochmals den Blick schweifen lassen über die schöne Landschaft und die wunderbare Blumenwelt, bevor es wieder Richtung Passau ging.
A. Siebert

