Mit dabei auch die Seniorengruppe unter der Leitung von Markus Baldini. Maskiert und guter Laune freuten sie sich im Gasthof Öller auf einen närrischen Nachmittag. Und sie sollten nicht enttäuscht werden.
Bereits bei der Begrüßung, die Organisatorinnen waren als Spielkarten verkleidet, was sich noch als Gag herausstellen sollte, überreichte die zweite Vorsitzende Elvira Viemann jedem Besucher einen süßen Krapfen. Musikalisch sorgte das Duo „Stromlos“ für beste Stimmung und noch mehr Schwung. Beide hatten jede Menge Karnevalslieder und alt bekannte Schlager in ihrem Repertoire , wozu man einfach mitsingen und schunkeln musste. Aber auch die Tanzfläche blieb nicht ungenutzt, denn das Tanzbein zu schwingen verstehen Frauen jeder Altersklasse. Elvira Viemann wies in ihrem Gedicht über ältere Frauen darauf hin, dass fortgeschrittenes Alter keinen Hinderungsgrund darstellt für Unternehmungen aller Art. Das beweisen die gefüllten Cafés, die vollen Reisebusse und die Besucherzahlen bei kulturellen Angeboten. Das Nachmittagsprogramm bot aber noch mehr Facetten, der Humor sollte nicht zu kurz kommen. Für unterhaltsame Einlagen sorgten die Akteure Ursula Meier, Margot Schröttner und Charlotte Schrank.
Elisabeth Ebner, Vorsitzende des Frauenbundes von Schalding, versuchte mit launigen Worten den Anwesenden weiszumachen, dass die katholische Kirche durchaus mit der Zeit gehe und Neuerungen positiv gegenüberstehe. Davon sollte der nachfolgende Sketch mit der Beicht-App überzeugen. Hierbei ließe sich der Gang zum Beichtstuhl ersparen und die Absolution könne praktisch online erfolgen. Sogar paarweise sei dieses digitale Angebot nutzbar, wovon eine Ehefrau ihren Mann überzeugen wollte. Leider scheiterte das Vorhaben an der mangelnden Akzeptanz des Ehepartners.
Zwei weitere Einlagen stellten die Performance eines Witzes dar. Bei einem davon unterhalten sich zwei Männer, die bereits das Zeitliche gesegnet hatten. Der eine starb wegen übergroßer Freude, der andere war erfroren. Beider Tod hatte mit der Untreue der Ehefrau zu tun. Der misstrauische Ehemann durchsuchte die Wohnung, konnte aber keinen Liebhaber entdecken. Erfreut ob dieser Tatsache erlitt er einen tödlichen Herzanfall. Hätte er jedoch in der Gefriertruhe nachgesehen, worin sich der Liebhaber versteckt hielt, könnten beide noch leben, so die späte Erkenntnis…Ein einem weiteren Sketch ging es um das Problem der Einnahme eines vom Arzt verschriebenen Medikaments. Die lateinische Formulierung machte öfteres Nachfragen erforderlich. Schließlich übersetzte der allmählich genervte Mediziner die Worte allzu eindeutig und erntete dabei spontanen Lacherfolg. Es blieb nebenbei viel Zeit sich ein Gläschen Sekt zu gönnen oder ausgiebig zu plaudern. Schließlich dann ein spannender Moment: Die Ziehung der vorher verkauften Kartenlose. Helga Odia Kausner, als lebende Spielkarte verkleidet, konnte 25 Gutscheine von Hacklberger Lebensmittelmärkten ergattern und etlichen Gewinnern somit sichtlich Freude bereiten.
Ein mehr als unterhaltsamer Faschingsnachmittag war es gewesen, von dem jede Besucherin noch ein wenig Faschingslaune, einen Krapfen oder den oder anderen Gewinn mit nach Hause nehmen konnte. (ans)

