Frauenbund des Pfarrverbands Hacklberg feiert Weltgebetstag 2026

Pfarrverband Hacklberg am 12.03.2026

Info Icon Anne Siebert

„Kommt! Bringt eure Last“ Angeregt von den Worten Jesu im 11. Kapitel des Matthäusevangeliums stand dieses Motto als Leitfaden über dem diesjährigen  Weltgebetstag, zu dem Frauen aller Konfessionen einladen.

Hel­ga Odia-Kaus­ner, Vor­sit­zen­de des Hack­lber­ger Frau­en­bunds, begrüß­te die Mit­glie­der des Pfarr­ver­bands in der Pfarr­kir­che St. Kon­rad. Nige­ria liegt 2026 im Focus der Betrach­tung, ein auf­stre­ben­des Land auf dem afri­ka­ni­schen Kon­ti­nent. Eli­sa­beth Ebner, Vor­sit­zen­de des Frau­en­bunds St. Sal­va­tor, schuf mit einer Power-Prä­sen­ta­ti­on einen Über­blick bezüg­lich der geo­gra­fi­schen, wirt­schaft­li­chen und sozia­len Gege­ben­hei­ten die­ses Staa­tes mit sei­nen 230 Mil­lio­nen Men­schen. Regio­na­le Unter­schie­de und 250 Eth­ni­en mit jeweils eige­nen Spra­chen erschwe­ren eine gut funk­tio­nie­ren­de poli­ti­sche Füh­rung. Trotz der vie­len Boden­schät­ze wie Öl, Gas und Gold, die wach­sen­den Wohl­stand eini­ger zur Fol­ge haben, leben vie­le Men­schen in gro­ßer Armut. Die­ses sozia­le Ungleich­ge­wicht bedingt zwangs­läu­fig Kri­mi­na­li­tät, Ban­den-über­fäl­le und Kor­rup­ti­on. Vor allem die Frau­en haben schwer dar­an zu tra­gen. Auf dem Land müs­sen Frau­en und auch Mäd­chen oft kilo­me­ter­weit gehen, um Was­ser und Holz zu holen, meist auf dem Kopf, für Schu­le bleibt kei­ne Zeit. Aber ohne Schul­bil­dung bzw. Aus­bil­dung bleibt die Zukunft ohne Per­spek­ti­ve. Frü­he Ver­hei­ra­tung und Schwan­ger­schaf­ten bil­den ein wei­te­res Hin­der­nis, etwas für sich zu ver­än­dern. Die All­tags­las­ten sind sicht­bar, vie­les an Erschwer­nis­sen bleibt im Ver­bor­ge­nen. Exem­pla­risch für die Ängs­te und Pro­ble­me der Frau­en wur­den drei Brie­fe ver­le­sen, in denen Frau­en zu Wort kom­men. So klagt eine Wit­we, dass sie als Frau und Mut­ter nach dem Tod ihres Man­nes jeg­li­che Unter­stüt­zung ver­misst habe. Die Mut­ter einer Toch­ter berich­tet über die täg­li­che Angst, ihre Toch­ter könn­te in der Schu­le Opfer der isla­mis­ti­schen Ter­ror­grup­pe Boko Haram wer­den. Eine ande­re ist ver­zwei­felt wegen der schlech­ten wirt­schaft­li­chen Bedin­gun­gen, die die Exis­tenz ihrer Fami­lie bedro­hen. Doch die Berich­te las­sen auch Mut und Opti­mis­mus erken­nen, denn immer wie­der zei­gen sich Hel­fer in aus­sichts­lo­sen Situa­tio­nen. Alle Frau­en haben Sehn­sucht nach einer bes­se­ren Welt und ihr Glau­be gibt ihnen die nöti­ge Kraft, gibt ihnen Hoff­nung gegen alle Hoff­nungs­lo­sig­keit. Las­ten tra­gen hel­fen, um ande­re zu ent­las­ten, so das Fazit des Got­tes­diens­tes. Wer Soli­da­ri­tät zeigt, in wel­cher Form auch immer, ob durch Gebet oder Spen­den, han­delt im christ­li­chen Sin­ne. Orga­ni­siert wur­de die nach­hal­ti­ge Fei­er von ein­zel­nen Mit­glie­dern des Frau­en­bun­des, für die musi­ka­li­sche Umrah­mung mit nige­ria­ni­schen Lie­dern sorg­te die Akkor­de­on­grup­pe der Fami­lie Vor­der­mei­er mit der Solis­tin Bet­ti­na Weber. Eine Ein­la­dung in den Pfarr­saal zu afri­ka­ni­schen Ein­töp­fen, um den Welt­ge­bets­tag kuli­na­risch aus­klin­gen zu las­sen, lie­ßen sich die Frau­en nicht ent­ge­hen. (ans)

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