Farbenrausch, Gewürzduft und heilige Stätten – unser Abenteuer Indien

Pfarrverband Hacklberg am 12.03.2026

Info Icon Edriance Pereira

Pater Edriance lud nach Indien ein.
Eine Einladung, der nach insgesamt drei Vortreffen, vielen Unterlagen und zahlreichen WhatsApp-Nachrichten 20 Menschen folgten.

Und so mach­te sich die­se bunt zusam­men­ge­wür­fel­te Grup­pe, die sich kaum unter­ein­an­der kann­te, mit viel Neu­gier­de, etwas Bauch­krib­beln und vol­ler Vor­freu­de auf den Weg in das Aben­teu­er Indi­en. Wir selbst hat­ten ein gutes Gefühl, denn mit dem geist­li­chen Bei­stand durch Pater Edri­ance und zwei Ärz­ten in unse­rem Rei­se­team konn­te nichts schief gehen.
Nach einer doch etwas län­ge­ren Anrei­se mit Zwi­schen­stopp in Dubai lan­de­ten wir in New Delhi im Nor­den von Indi­en. Und schon waren wir mit­ten­drin. Wäh­rend wir in einem kli­ma­ti­sier­ten Bus saßen, herrsch­te drau­ßen das geord­ne­te Cha­os: hupen­de Tuk-Tuks, gemäch­li­che Kühe und Ver­kehrs­re­geln, die nicht wirk­lich als Regeln ver­stan­den wur­den. Der Geld­um­tausch wur­de ein­fach unkom­pli­ziert im Bus auf der Fahrt nach Agra abge­wi­ckelt.
Und schon hat­ten wir unser ers­tes High­light, die Besich­ti­gung der Fes­tung Agra.
Am zwei­ten Tag war­te­te des welt­be­rühm­te Taj Mahal auf uns. Zuerst ver­schlun­gen und kaum sicht­bar im Nebel, wur­den wir dann, als das Wet­ter sich ument­schied mit einem atem­be­rau­ben­den Blick fas­zi­niert. Und unse­re ers­ten Begeg­nun­gen mit den ein­hei­mi­schen Men­schen waren geprägt von Auf­ge­schlos­sen­heit, Freund­lich­keit und Herz­lich­keit.
Und so, wie die­se Rei­se nun begon­nen hat­te, ging sie die nächs­ten Tage wei­ter.
Es folg­te die Wei­ter­rei­se nach Jai­pur mit der Besich­ti­gung des ​„Palas­tes der Win­de“ und mit Stopps am Was­ser- und Stadt­pa­last. Der Auf­stieg zum Fort von Amber wur­de uns auf dem Rücken von Ele­fan­ten abge­nom­men und ein wei­te­res auf­re­gen­des Ereig­nis war eine Rik­scha­fahrt durch die engen Gas­sen von Jai­pur.
Bei den Besich­ti­gun­gen von Mar­mor- und Stoff­ma­nu­fak­tu­ren wur­den wir in die­se Gewer­ke ein­ge­führt und durf­ten natür­lich nicht nur Stau­nen und Füh­len son­dern auch Kau­fen.
Zurück in New Delhi fuh­ren wir vor­bei am India Gate zum beein­dru­cken­dem Kre­ma­to­ri­um von Mahat­ma Gan­dhi.
Der 5. Tag unse­re Rei­se war ver­schie­de­nen, impo­san­ten Tem­peln gewid­met: dem gigan­ti­schen Aks­hard­ham-Tem­pel, den außer­ge­wöhn­li­chen Lotus-Tem­pel in Form einer Lotus­blu­me und einem Sikh-Tem­pel, in dem die Ange­hö­ri­gen die­ser Kas­te *) sogar klei­ne­re Waf­fen bei sich tra­gen dür­fen. Der anschlie­ßen­de Besuch in einer Sup­pen­kü­che hin­ter­ließ bei uns Ein­drü­cke wie: Nähe, Armut, Dank­bar­keit aber vor allem Gemein­schaft.
Wir flo­gen wei­ter nach Kochi in den Süden, in die Hei­mat von Pater Edri­ance.
Begrüßt durch tra­di­tio­nel­le Trom­meln ging es vor­bei an Kau­tschuk- und Mus­kat­plan­ta­gen zum Pro­vinz­haus von Pater Edri­ance. Auf der wei­te­ren Fahrt nach Mun­nar, einer Stadt im indi­schen Bun­des­staat Kera­la besuch­ten wir zahl­rei­che Kir­chen.
Wir sam­mel­ten Ein­drü­cke bei einem Rund­gang durch eine Gewürz­plan­ta­ge, wo wir über die ver­schie­dens­ten Pflan­zen und ihre Heil­wir­kun­gen auf­ge­klärt wur­den. Wir streif­ten durch Tee­plan­ta­gen, konn­ten der Pro­duk­ti­on von Tee zuschau­en und durf­ten ihn anschlie­ßend auch ver­kos­ten. Wir schlen­der­ten durch einen bun­ten beleb­ten Basar, auf dem man alles kau­fen konn­te. Ange­fan­gen bei Obst und Gewür­zen, Stof­fen bis hin zu Ziegenköpfen.Der krö­nen­de Abschluss die­ses Tages war eine eigens für uns orga­ni­sier­te Koch­vor­füh­rung im Hotel.
Wie sind am Meer! Kur­zes Durch­schnau­fen nach all den bis­her gesam­mel­ten Ein­drü­cken — Baden und Strand­spa­zier­gang stan­den auf dem Plan.
Auf dem Weg zu unse­rer nächs­ten Her­ber­ge, einem Haus­boot, besuch­ten wir eine Tep­pich-Webe­rei, einen Indi­schen Tem­pel, in dem eine klei­ne Pro­zes­si­on statt­fand, und einen Kin­der­gar­ten.
Ange­kom­men auf dem Haus­boot hieß es ein­fach nur, die Natur und Land­schaft vom Was­ser aus zu genie­ßen.
Am nächs­ten Mor­gen ging es mit dem Bus wei­ter in Rich­tung Kova­lam. Wir stat­te­ten dem reichs­ten Tem­pel von Indi­en, dem Pad­man­ab­has­wa­my-Tem­pel in Thi­ru­va­n­ant­ha­pur­am einen Besuch ab. Eine Besich­ti­gung war aller­dings für uns Tou­ris­ten nur von außen gestat­tet.
Und nun erwar­te­te uns ein abso­lu­tes High­light, die Erst­kom­mu­ni­on von Pater Edri­ance Nef­fen Elton. Dass wir das als Gäs­te mit­er­le­ben durf­ten, war schon sehr beein­dru­ckend. Zu sehen, wie mit Tän­zen, Musik und Essen gefei­ert wird. Wir mit­ten drin, und die­ses Flair hat­te schon fast etwas von Bol­ly­wood — ein­fach unver­gess­lich.
Und unver­gess­lich war für uns die­se gesam­te Rei­se. Wir hät­ten im Vor­feld nicht gedacht, dass Indi­en so einen fas­zi­nie­ren­den fes­seln­den Ein­druck auf uns macht. Die vie­len bun­ten Far­ben waren für uns am Ende das Sinn­bild von all dem, wie das Land auf uns gewirkt hat.
Die Freund­lich­keit und Herz­lich­keit der Men­schen, wie sie uns in ihrem Land begrüßt und auf­ge­nom­men haben.
Wie sie uns vor­le­ben, dass die ver­schie­dens­ten Reli­gio­nen sich fried­lich unter­ein­an­der akzep­tie­ren, begeg­nen und sogar zusam­men fei­ern.
Die Bau­wer­ke und Sehens­wür­dig­kei­ten; das Essen und das doch funk­tio­nie­ren­de Ver­kehrs­chaos.
Für eini­ge von uns, war es die ers­te Indi­en­rei­se. Für mich wird es bestimmt ein wei­te­res Mal Indi­en geben — und ich kann es jedem nur emp­feh­len, es auch ein­mal zu erle­ben!
Namas­te!
Man­dy Hie­ke
* ) Kas­ten­we­sen ist in Indi­en eine streng hier­ar­chi­sche, reli­gi­ös begrün­de­te Sozialstruktur

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