Ein Fest der Generationen unter strahlendem Himmel: 385 Jahre St. Korona und Kindergartenfest feiern glanzvolles Jubiläum
Wenn die Geschichte einer Kirche auf die Unbeschwertheit der jüngsten Gemeindemitglieder trifft, entsteht ein Festtag von besonderer Strahlkraft. Am vergangenen Sonntag verwandelte sich St. Korona in einen Ort des Jubels und der lebendigen Tradition. Bei strahlendem Sommerwetter beging die Pfarrgemeinde das 385-jährige Weihejubiläum der Expositurkirche – ein ehrwürdiges Ereignis, das Hand in Hand mit dem Sommerfest des Kindergartens St. Korona sowie dessen Förderverein und Elternbeirat gefeiert wurde.
Der Festtag nahm seinen feierlichen Anfang in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche St. Korona. Dass dieses Gotteshaus bereits seit dem 1. April 1641 besteht, verlieh dem Gottesdienst eine tiefe historische Dimension. Doch statt in purer Nostalgie zu verharren, zeigte sich die Gemeinde modern und lebendig. Barbara Kirschner Schnuse und Swantje Hirtreiter gestalteten die „Predigt“ in Form von eindrucksvollen Beiträgen verschiedener Gruppierungen, die das soziale Gefüge der Pfarrei widerspiegelten.
Besondere Akzente setzten dabei die Kleinsten: Die Kindergartenkinder bereicherten die Liturgie mit einem Lied und begleiteten Pfarrer Markus Kirchmeyer beim gemeinsamen Vaterunser. Musikalisch getragen wurde der Gottesdienst von der Band „NoName“, die mit Neuem Geistlichem Liedgut für eine fröhliche und zugleich andächtige Stimmung sorgte, die die Herzen der Kirchenbesucher erreichte.
Im Anschluss an den Gottesdienst bot sich ein prächtiges Bild der Verbundenheit: Unter der Begleitung der Fahnenabordnungen der Freiwilligen Feuerwehr, dem Krieger- und Soldatenverein und der DJK Patriching zog die Festgesellschaft in einem feierlichen Kirchenzug zum nahegelegenen Pfarrgarten. Dort, im wohltuenden Schatten der alten Obstbäume, wurden die Gäste offiziell willkommen geheißen.
Oberbürgermeister Andreas Rother würdigte in seinem Grußwort die Bedeutung der Gemeinschaft und des kirchlichen Lebens für die Stadt. Gemeinsam mit den Stadtratsvertretern Evi Buhmann, Sissi Geyer und Andreas Pontz sowie dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Matthias Geyer unterstrich er die Relevanz solcher Jubiläen für den Zusammenhalt.
Trotz der hochsommerlichen Temperaturen, die im Vorfeld die Sorge aufkommen ließen, die Gäste könnten sich aufgrund der Hitze frühzeitig verabschieden, herrschte im Pfarrgarten reger Betrieb. Die Organisatoren hatten bestens vorgesorgt: Während sich die Erwachsenen an der reich bestückten Grillstation, dem vielfältigen Salatbuffet oder bei Kaffee und Kuchen stärkten, fanden die Kinder Abkühlung auf ganz besondere Weise. Ein Rasensprenger wurde zum heimlichen Star des Nachmittags und sorgte für spritzige Erfrischung zwischen den verschiedenen Spielstationen, die von der Feuerwehr, den Ministranten, dem Kindergarten und dem Förderverein liebevoll betreut wurden.
Die Logistik hinter dem Fest erwies sich als meisterhaft. Der Ansturm auf den Kühlanhänger mit erfrischenden Getränken riss bis in den Nachmittag nicht ab. Das kulinarische Angebot fand reißenden Absatz, sodass am Ende des Tages fast alle Vorräte aufgebraucht waren – ein deutliches Zeichen für die Qualität der Bewirtung und den Appetit der zufriedenen Gäste. Untermalt wurde das gesellige Treiben weiterhin von den flotten Klängen der Band „NoName“, die auch im Freien für die passende musikalische Kulisse sorgte.
In den Abschlussworten zogen die Verantwortlichen eine durchweg positive Bilanz. Die Entscheidung, das traditionsreiche Pfarrfest mit dem lebhaften Kindergartenfest zusammenzulegen, habe sich einmal mehr als goldrichtig erwiesen. Tobias und Johanna Tauscher sowie Alban Westenberger und Matthias Geyer sprachen den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, ohne deren Einsatz ein solches Großereignis nicht realisierbar wäre, ihren herzlichen Dank aus.
Das 385-jährige Jubiläum von St. Korona hat gezeigt, dass eine lange Geschichte kein Hindernis für ein modernes, fröhliches Gemeindeleben ist. Mit der Hoffnung, dass „es so ein Fest jedes Jahr geben darf“, ging ein Tag zu Ende, der als glanzvoller Meilenstein in die Chronik von St. Korona eingehen wird. Text: Matthias Geyer

